Lichttherapie

Licht als natürlicher Impulsgeber für Stabilität und Wohlbefinden

Was ist Lichttherapie?

Die Lichttherapie ist ein evidenzbasiertes biologisches Behandlungsverfahren, bei dem gezielt helles Kunstlicht eingesetzt wird, um den circadianen Rhythmus zu stabilisieren und neurobiologische Prozesse zu beeinflussen. Sie wirkt insbesondere über die Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus sowie hormoneller Systeme (z. B. Melatonin).

Für wen ist Lichttherapie geeignet?

Die Lichttherapie eignet sich besonders gut für Menschen mit:

  • Saisonaler Depression (Winterdepression)
  • Nicht-saisonaler Depression
  • Schlafstörungen (z. B. verzögerte Schlafphase)
  • Erschöpfung und Antriebsmangel
  • Störungen des circadianen Rhythmus
  • Schichtarbeit-bedingten Belastungen

Wie läuft eine Lichttherapie ab?

Zu Beginn erfolgt eine diagnostische Einschätzung sowie eine Klärung der Indikation. Die Anwendung wird individuell angepasst.

Die Therapie erfolgt in der Regel täglich mit einer speziellen Lichtquelle (ca. 10.000 Lux) über einen Zeitraum von etwa 20–30 Minuten, meist in den Morgenstunden. Während der Anwendung können alltägliche Tätigkeiten ausgeführt werden. Die Regelmäßigkeit der Anwendung ist entscheidend für die Wirksamkeit.

Chronobiologische Regulation

Stabilisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus durch gezielte Lichtexposition.

Behandlung saisonaler Depression

Reduktion depressiver Symptome durch Einfluss auf lichtabhängige neurobiologische Prozesse.

Schlafphasenvorverlagerung

Gezielte Anwendung am Morgen zur Korrektur verzögerter Schlafrhythmen.

Kombination mit Psychotherapie

Integration der Lichttherapie als ergänzendes Verfahren zur Verstärkung therapeutischer Effekte.

Alexandra Hackel
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Stilisierter Baum mit vielen Blättern und feinem Stamm, skizzenhaft dargestellt.