Angststörungen und Phobien
Individuelle Behandlung bei Angst, Panik und Phobien
Angststörungen und Phobien
Ein mulmiges Gefühl vor einem wichtigen Gespräch oder Herzklopfen vor einer Prüfung: Angst ist eine natürliche Schutzreaktion. Bei einer Angststörung wird sie jedoch übermäßig stark, tritt ohne angemessene Bedrohung auf oder hält länger an als erforderlich. Sie lässt sich nur schwer kontrollieren und beginnt, den Alltag deutlich einzuschränken.
Angststörungen können unterschiedliche Formen annehmen, etwa Panikstörungen, soziale Ängste, spezifische Phobien oder eine generalisierte Angststörung. Häufig wirken körperliche Alarmreaktionen, belastende Lebenserfahrungen, erlernte Vermeidungsstrategien und individuelle Vulnerabilitäten zusammen.
Viele Betroffene meiden zunehmend Situationen, in denen Angst auftreten könnte. Das verschafft kurzfristig Erleichterung, bestätigt die Angst jedoch langfristig und verengt den persönlichen Handlungsspielraum. Beruf, Beziehungen und Lebensqualität können dadurch erheblich beeinträchtigt werden.
In der Behandlung lernen Sie, körperliche und gedankliche Angstsymptome besser zu verstehen und sich angstauslösenden Situationen schrittweise zu stellen. Unser Team begleitet Sie dabei in einem sicheren therapeutischen Rahmen. Ergänzend können Entspannungs- und Atemverfahren sowie bei entsprechender Indikation eine medikamentöse Behandlung eingesetzt werden.
Die Behandlung von Angststörungen und Phobien zielt darauf ab, akute Beschwerden zu lindern, Vermeidungsverhalten abzubauen und langfristig einen selbstbestimmteren Umgang mit Angst zu entwickeln.
Gemeinsam untersuchen wir, welche Gedanken, körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen die Angst aufrechterhalten. Ein zentraler Baustein ist die schrittweise, therapeutisch begleitete Konfrontation mit angstauslösenden Situationen. So können neue Erfahrungen entstehen: Angst ist aushaltbar, nimmt wieder ab und muss nicht dauerhaft durch Vermeidung kontrolliert werden.
Ergänzend erarbeiten Sie alltagstaugliche Strategien für den Umgang mit Anspannung, Sorgen und Rückfällen. Die Übungen werden individuell vorbereitet, im Alltag erprobt und in den Sitzungen gemeinsam ausgewertet.
Mehr zu passenden Behandlungselementen finden Sie bei unserer Verhaltenstherapie, der gestuften Heranführung an Alltagsbelastungen sowie bei Achtsamkeit und Selbstfürsorge.
Wie geht es weiter?
Wenn Sie prüfen möchten, ob eine tagesklinische Behandlung für Sie passend ist, finden Sie hier die nächsten Schritte:
- Kognitive Verhaltenstherapie – angstauslösende Gedanken und Verhaltensmuster verstehen und verändern
- Expositionstherapie – sich gefürchteten Situationen schrittweise und therapeutisch begleitet stellen
- Entspannungs- und Atemverfahren – körperliche Anspannung regulieren und Sicherheit im Umgang mit Symptomen gewinnen
- Medikamentöse Behandlung – bei entsprechender Indikation als Teil eines abgestimmten Gesamtbehandlungsplans

