Angststörungen und Phobien
Individuelle Therapie für ein angstfreies Leben
Angststörungen und Phobien
Ein mulmiges Gefühl vor einem wichtigen Gespräch, Herzklopfen vor einer Prüfung – Angst ist eine natürliche Schutzreaktion. Bei manchen Menschen verselbstständigt sich diese Reaktion jedoch: Die Angst tritt ohne reale Bedrohung auf, wird übermäßig stark und lässt sich willentlich nicht mehr kontrollieren. Sie beginnt, den Alltag einzuschränken – bis hin zur vollständigen Vermeidung bestimmter Situationen.
Ursachen sind meist ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, prägenden Lebenserfahrungen und einer Fehlsteuerung natürlicher Alarmmechanismen – der sogenannten Kampf-oder-Flucht-Reaktion, die ohne tatsächliche Gefahr ausgelöst wird.
Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen: Schätzungen zufolge sind bis zu 15 von 100 Menschen in Deutschland im Laufe ihres Lebens betroffen. Erste Anzeichen zeigen sich oft bereits im Jugendalter, grundsätzlich kann eine Angststörung aber in jeder Lebensphase entstehen.
Betroffene neigen dazu, angstauslösende Situationen zunehmend zu meiden – was kurzfristig Erleichterung bringt, die Angst langfristig jedoch verstärkt. Dieser Kreislauf aus Angst und Vermeidung kann Beruf, Beziehungen und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Unbehandelt nehmen Angststörungen häufig einen chronischen Verlauf.
In unserer geschützten Umgebung lernen Sie, sich Ihren Ängsten schrittweise zu stellen. Dabei werden Sie von unserem einfühlsamen Team begleitet und unterstützt. Wir vermitteln Ihnen praktische Techniken, die Sie auch im Alltag anwenden können.
Neben der psychotherapeutischen Behandlung bieten wir auch Entspannungsverfahren, Atemtechniken und bei Bedarf eine medikamentöse Unterstützung an.
Bei der Behandlung von Angststörungen (inkls. Phobien) geht es nicht nur darum, die Angstsymptome in der akuten Episode zu verringern. Ebenso zielt sie darauf ab, das emotionale Wohlbefinden nach dem Abklingen der Angstepisode zu erhalten (Stabilisierungstherapie) sowie weiteren Angstattacken vorzubeugen (Prophylaxe).
In der Therapie erarbeiten wir gemeinsam, welche individuellen Verhaltensweisen und Denkmuster Ihre Angststörung aufrechterhalten und verstärken. Ein zentraler Punkt der Behandlung ist das Erlernen eines positiven und produktiven Umgangs mit angstauslösenden Situationen sowie deren schrittweise Bewältigung. Ebenso wichtig ist der Aufbau von Selbstvertrauen und Bewältigungsstrategien. Die Veränderung der Verhaltens- und Bearbeitungsweisen wird durch spezielle Übungen erreicht. Diese Übungen erlernen Sie unter Anleitung Ihres Therapeuten und führen sie anschließend auch zu Hause durch. In den Sitzungen werden die Erlebnisse dann gemeinsam besprochen und aufgearbeitet.
- Kognitive Verhaltenstherapie - Umgang mit angstauslösenden Gedanken
- Expositionstherapie - Kontrollierte Konfrontation mit Ängsten
- Entspannungsverfahren - Progressive Muskelentspannung und Atemtechniken
- EMDR - Traumabearbeitung bei posttraumatischen Belastungsstörungen

